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15.01-16.01.2022

Heidelberg. (OK) Mit 2:1 besiegten die Damen des Hockey-Club Heidelberg im Lokalderby die TSG Rohrbach und bestätigten damit ihren 3:1-Erfolg der Vorrunde. Es war ein besonderes Spiel am frühen Samstagabend, was sich allein schon aus den unterschiedlichen Beurteilungen erschließen lässt. Während HCH-Trainer Sebastian Ratajczak meinte: „Mein Team hat gut gekämpft, wir hatten eindeutig die Spielkontrolle, konnten allerdings unsere Chancenüberlegenheit nicht ausnutzen, dadurch wurde es am Ende eng.“, sah TSG-Trainer Uwe Winter das „erwartet knappe Spiel, das keinen Sieger verdient hätte; ein Remis wäre hoch gerecht gewesen.“ Ähnlich lautete das Urteil seiner Kapitänin Jessica Hagmann „Das Glück – gelegentlich auch die Schiedsrichter – war nicht auf unserer Seite; der HCH hat nur mit Glück gewonnen. Denn es war ein ausgewogenes Spiel.“

Diese kontroversen Sichtweisen lassen sich erklären: Der HCH holte zehn Strafecken und einen Siebenmeter heraus, machte daraus aber nur ein Tor, da die TSG-Defensive mit der guten Torhüterin Anna Schneider im Rücken die HCH-Offensive immer wieder abfing. Andrerseits musste Stella Bonnmann im HCH-Tor insgesamt nur zweimal ernsthaft eingreifen; den ersten Ballkontakt hatte sie in der 42. (!) Minute. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der HCH das Spielgeschehen ganz weitgehend kontrolliert, allerdings – so Jessica Hagmann: „Die TSG ist als starkes Team aufgetreten und hat extrem dagegengehalten.“

So brauchte der HCH lange 28 Minuten, bis Marlene Stein mit einem beherzten Schlenzer die Führung gelang. Als in der 50. Minute Leonie Metzke per Ecke auf 2:0 erhöhte, schien das Spiel gelaufen. Aber kurz darauf fing Katrin Schneider einen Fehlpass ab und erzielte den Anschlusstreffer, der die TSG zu einem massiven Schlussansturm erweckte, der – vor allem bei einer Ecke – fast noch zum Ausgleich geführt hätte.

Nach einer 2:17-Niederlage beim TSV Mannheim bleiben die Herren des HCH weiter Oberliga-Schlusslicht. Die bestens ausgebildeten Bundesligaadepten ließen den HCH kaum Luft holen. Der war allerdings erheblich unterbesetzt: Einige Spieler sind derzeit verletzt oder krank, aber der eine oder andere scheint auch wenig darauf zu geben, dass er in einem Verein mit großer Tradition spielen darf. So standen HCH-Trainer Julius Knab nur acht Spieler zur Verfügung. Zu allem Unglück verletzte sich Fabian Wamich beim Einspielen, so dass der geplagte Trainer kurzfristigst auch noch die Torwartrolle übernehmen musste. Trotz der hohen Niederlage gebührt den verbliebenen Spielern großes Lob dafür, wie sie von Anfang bis Ende gegen die nicht enden wollende Daueroffensive Widerstand leisteten. Aus einer Handvoll eigener Chancen sprangen wenigstens zwei Treffer heraus. In der 22. Minute schloss der unermüdlich kämpfende Kapitän Julius Donat einen Alleingang erfolgreich ab; das zweite Tor erzielte Niklas Krull in der letzten Spielminute.

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