Aufstieg bleibt ein Wunschtraum

Für den Hockey-Club Heidelberg bleibt der Aufstieg in die Regionalliga ein Wunschtraum. Der gestrige 6:4-Erfolg gegen den HC Ludwigsburg nützte nichts mehr, da die Heidelberger am Samstag bei den Stuttgarter Kickers eine unglückliche Niederlage einstecken mussten. Der Aufstieg wird am letzten Spieltag zwischen Spitzenreiter Feudenheimer HC und Verfolger SV Böblingen entschieden; der SVB kann den MHC-Ableger am nächsten Wochenende noch aus eigener Kraft abfangen.

4:1 lag der HCH am Samstag bei der Bundesligareserve der Stuttgarter Kickers zur Pause vorne und hätte aufgrund seiner Überlegenheit noch höher führen können. In der zweiten Hälfte kamen die Schwaben besser mit dem Angriffsspiel HCH zurecht, der – so Trainer Phillip Gippert – „alles, was in der ersten Halbzeit richtig war, nun falsch machte.“ Dennoch reichte es bis zehn Minuten vor Schluss zu einer 5:3-Führung der Heidelberger. Dann aber verletzte sich Lukas Meißner schwer und musste ärztlich versorgt werden. Sicherlich geschockt von dem Vorfall war der HCH nach der langen Spielunterbrechung total von der Rolle; eine völlig unberechtigte Zeitstrafe tat ein Übriges. Stuttgart nahm seinen Torwart heraus und erspielte in zeitweise doppelter Überzahl fünf Tore zum 8:5-Endstand. Die HCH-Treffer erzielten Eric Sattel, Matthias Schmitt, Max Hubert, Nils Berger, David Müller.

Gestern Morgen empfing der HCH den HC Ludwigsburg II, der sich vor dem Spiel noch Aufstiegshoffnungen machen durfte. Das merkte man der sehr energischen Spielweise des HCL durchaus an; kein Ball wurde verloren gegeben, enorm zügig wurde gekontert. Der HCH stellte sich aber dem hoch motivierten Gegner konzentriert entgegen und ging durch Treffer von Nils Berger und David Müller mit 2:0 in Führung. Ludwigsburg bäumte sich auf und erreichte bis zur Pause den Ausgleich.

In der zweiten Hälfte gab es in den ersten zehn Minuten beiderseits ein Fehlpassfestival und einige vergebene klare Chancen; dann aber legte der HCH mächtig zu und kam verdient zu zwei Treffern. Nils Berger bediente Eric Sattel zum 3:2; ebenso stark war der ‚assist‘ des talentierten Niklas Krull zum 4:2 durch David Müller. Bereits zehn Minuten vor Schluss nahm der HCL seinen Torwart heraus, um noch eine Wende zu erzwingen. Die Überzahl brachte zwar in der 55. Minute den Anschlusstreffer. Aber postwendend hatte Matthias Schmitt den richtigen Blick für den vorne lauernden Nils Berger (5:3, 56. Minute). Zwei Minuten später luchste Schmitt auf der gegnerischen Torlinie einem unaufmerksamen Ludwigsburger den Ball ab und spitzelte zum 6:3 ein. Das vierte Tor des HCL war dann nur noch Ergebniskosmetik. Hochzufrieden zeigte sich Trainer Phillip Gippert: „Mein Team hat heute so richtig Charakter gezeigt.“

Die Damen des HCH siegten gestern Nachmittag beim VfB Stuttgart mit 3:2. Der Tabellenvorletzte hielt das Spiel zwar weitgehend offen, aber der HCH spielte zielstrebiger. Trotz des knappen Ergebnisses war der Sieg eigentlich nie gefährdet; vor allem war dies der „geschlossenen kämpferischen Leistung“ seines Teams zu verdanken, so HCH-Trainer Sambel. Nina Rolfs, Iris Hesse und Juline Hackbarth schossen die Tore.

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