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10. Juni 2026

(OK) Für die beiden Teams des Hockey-Club Heidelberg geht es am Samstagnachmittag um vieles: Die Herren versuchen einen Endspurt zum Klassenerhalt in der 1. Regionalliga, die Damen haben noch ein Fünkchen Hoffnung auf die Oberliga-Meisterschaft.

 

Die Herren – derzeit Schlusslicht mit 4 Punkten – haben noch drei Spieltage vor sich. Bei zwei Abstiegsplätzen gilt es, den drittletzten Platz zu erreichen, den aktuell die TuS Obermenzing belegt. Genau der möchten die Heidelberger am Samstag die Punkte abknöpfen. Um die Bayern zu überholen, müsste der HCH am folgenden Wochenende Mainz besiegen. Da die TuS bisher aber immerhin 9 Zähler gesammelt hat, dürfte sie bei dieser Konstellation in ihren letzten Spielen – beide auswärts bei schweren Gegnern – keine Punkte mehr einfahren. Würde der HCH so gerettet, wäre es fast ein Wunder. In der Vorrunde gelang dem HCH in Obermenzing ein 2:2; das war damals der erste Punkt und vom Spielverlauf her war sogar mehr drin gewesen.

 

Erneut fehlen beim HCH am Samstag wichtige Spieler. Das sind die Bedingungen eines reinen Amateurvereins, Beruf und Ausbildung gehen vor. So fallen diesmal studienbedingt Jan Kraus und Leon Skroblies aus. Einige Spieler sind aber auch zurück im Team, allen voran Abwehrchef Noel Fischer, der endlich wieder fit ist. Führungsspieler Jonas Lorenz ist guten Mutes: „Wir haben nichts mehr zu verlieren und werden alles reinlegen, den Abstieg doch noch abzuwenden.“ Ähnlich sieht es Spielertrainer Leonard Teichmann: „Wir wollen mit unserer Qualität, dem notwendigen Biss und etwas Glück einen wichtigen Schritt in Richtung rettendes Ufer machen."

 

Die Chancen der HCH-Damen, noch das eigentliche Saisonziel Aufstieg zu realisieren, sind nur theoretisch. Spitzenreiter ist derzeit der Mannheimer HC II mit 24 Punkten, dahinter liegt Freiburg mit 23, aber einem Spiel weniger. Bei vier noch ausstehenden Spielen kann es der HCH mit seinen 18 Punkten kaum noch schaffen. Letztlich geht es nur noch um die Ehre, wenn man am Samstag nach dem Herrenspiel die Freiburger Studentinnen-Truppe empfängt. Leider gibt es ausgerechnet jetzt in der Defensivabteilung erhebliche Ausfälle. HCH-Trainer Steffen Reichert kündigt aber an: „Wir werden, obwohl die Luft im Meisterschaftskampf für uns raus ist, unser Bestes geben.“ Gute Vorsätze hat auch seine Kapitänin Leonie Metzke: „Trotz allem versuchen wir, Freiburg unter Druck zu setzen und dem voraussichtlichen Aufsteiger zu zeigen, dass wir auf gleichem Niveau spielen können. Das würde die Stimmung beim abendlichen HCH-Sommerfest zweifellos beflügeln.“

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