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26. April 2026

(OK) „Einen klassischen Fehlstart“ erkannte Rebekka Dannenfeldt nach der 0:1-Niederlage ihres Teams in Bietigheim und hatte damit prophetisch auch die beiden Spiele ihrer männlichen Kollegen charakterisiert. Denn die HCH-Herren verloren am Samstag in Mainz mit 1:3 und gestern gegen den Aufstiegsfavoriten ASV München mit 1:4. Diese Niederlagen bedeuten herbe Dämpfer für die Saisonziele: Die Damen rutschen auf Platz 3 in der Oberliga, jetzt fünf Punkte hinter dem Aufstiegsplatz, den Freiburg weiterhin ungeschlagen hält. Die Herren zieren weiter mit einem mageren Punkt das Tabellenende und befinden sich auf Abstiegskurs in die 2. Regionalliga.

Da tat die Niederlage beim TSV Mainz besonders weh, da der TSV bisher ebenfalls als Abstiegskandidat galt. Die Mainzer nutzten die Gunst der Stunde und gewannen verdient. Sie zeigten mehr Biss und machten weniger Fehler als der HCH, der in Torwart Carl Stichweh seinen besten hatte. Nach dem 2:0 gleich nach der Halbzeit gelang Rodney Müller postwendend mit einem Eckenschuss der Anschlusstreffer. Danach hatte der HCH seine beste Phase, blieb aber erfolglos. Mit dem dritten Mainzer Tor in der 46. Minute war das Spiel entschieden.  

Ein anderes Gesicht zeigten die Heidelberger gegen den Spitzenreiter ASV München. Zeitweise schien eine Überraschung möglich: In der 6. Minute spielte Niklas Krull einen langen Ball auf Joshua Maidstone, der flankte präzise und Rodney Müller verwandelte. Bis zwei Minuten vor der Halbzeit hielt der HCH die Führung; erst eine kurze Unterzahl eröffnete dem ASV den Weg zum Ausgleich.

Das Spiel entwickelte sich immer mehr zur Abwehrschlacht. Der HCH kämpfte vorbildlich, aber in den letzten zehn Minuten wurde das Bollwerk rissig und der ASV kam zu weiteren drei Treffern. Spielertrainer Leonard Teichmann zog nach der Niederlage Bilanz: „Unser Vorhaben, den Tabellenführer so lange wie möglich zu ärgern, ist gelungen. Im letzten Viertel setzte sich dessen Klasse durch; uns schwanden die Kräfte. Aber ich bin richtig stolz auf diese Teamleistung.“

Der Auftritt der Damen in Bietigheim war besonders enttäuschend. In einem beiderseits schwachen Spiel zeigten sich die Schwäbinnen ein wenig wacher, gewannen mehr Zweikämpfe und machten weniger technische Fehler. Dass das einzige Tor völlig unkorrekt zustande kam, passt zu der miserablen Bilanz: In der 28. Minute blieb ein klares Foul von Bietigheims Lea Schmidt ungeahndet. Sie stieß auf dem Weg zum Tor Heidelbergs abwehrstarke Antonia Hähnlein brutal um, drang in den Schusskreis ein und traf zum 1:0. Erst im letzten Viertel wachte der HCH ein wenig auf und versuchte ernsthaft, das Blatt noch zu wenden.

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