(OK) Die Damen des Hockey-Club Heidelberg könnten am Wochenende dem Aufstieg in die 2. Regionalliga entscheidend näherkommen. Am Samstag empfangen sie im Sportzentrum Mitte die Nachwuchstruppe des Bundesligisten TSV Mannheim, die als derzeit Tabellendritte (und einer Partie weniger) nach Punkten gefährlichster Verfolger des HCH ist. Wenn den Heidelbergerinnen da ein Sieg gelänge und dazu noch ein weiterer Erfolg am Sonntag gegen den Mannheimer HC II, könnte man – bei nur noch drei ausstehenden Spielen – mit den Planungen für die Meisterfeier beginnen.
Kapitänin der HCH-Damen ist Leonie Metzke. Die 21jährige Topspielerin entstammt einer Familie, in der der Hockeysport schon lange eine wichtige Rolle einnimmt: Ihr Onkel Clemens Arnold war Nationaltorhüter, dessen Schwester erfolgreiche Bundesligaspielerin und ihr eigener Bruder Noah beginnt gerade eine aussichtsreiche Karriere in der höchsten Spielklasse. Sie selbst hat durchaus das Niveau höherer Ligen, was schon Abwerbeversuche aus diesem Bereich zur Folge hatte. Denen hat sie bisher widerstanden. Sie fühlt sich ihrem Verein stark verbunden, was sie auch durch ehrenamtliche Trainingsarbeit im Jugendbereich beweist. Da sie auch einen französischen Pass besitzt – ihr Vater ist Halbfranzose –, war sie zuletzt zu mehreren U-21-Lehrgängen des französischen Verbands eingeladen.
Heute stellt sich die angehende Physiotherapeutin unseren Fragen.
Mit welchen Erwartungen sehen Sie dem Wochenende entgegen?
Unser absolutes Ziel ist die Rückkehr in die 2. Regionalliga. Bisher haben wir die Saison ohne Punktverlust überstanden. Aber insbesondere der TSV Mannheim hat seine Ambitionen noch nicht aufgegeben und käme uns mit einem Sieg bedrohlich nahe. Das wollen wir mit höchstem Einsatz verhindern und denken dabei an das lange ausgeglichene Hinspiel, das wir im November erst im letzten Viertel mit 7:4 entscheiden konnten. Da hoffen wir auch auf gute Publikumsunterstützung.
Was zeichnet Ihren aktuellen Kader aus?
Ich habe selten so viele positive Aspekte wie in der bisherigen Saison erlebt. Getrieben von einem unglaublichen Teamgeist haben wir uns immer mehr gesteigert. Unser recht ausgeglichener Kader ist geprägt von starkem, aber fairem Konkurrenzdenken. Allen ist höchste Einsatzbereitschaft und viel Spielfreude anzumerken.
Ihr Team hat in letzter Zeit einige Neuzugänge willkommen geheißen. Waren das echte Verstärkungen?
Ja, eindeutig. Letztes Jahr haben Antonia Hähnlein (vom Feudenheimer HC), Carolin Dreizler (aus Bensheim) und Helene Werner (aus Bonn) zu uns gefunden, zum Beginn der Hallensaison sind Jule Reimold (vom Feudenheimer HC) und Jette Wosimski (aus Velbert) zu uns gestoßen und haben unsere Spielqualität weiter erhöht. Alle „Neuen“ sind bereits bestens integriert, so dass unser Trainer Niklas Krull, wenn alle an Bord sind, personell aus dem Vollen schöpfen kann.
Jetzt geht es ja um den Aufstieg in der Halle. Wie sieht es im Feld aus?
Auch im Feldhockey streben wir nach oben und wollen in die Regionalliga aufsteigen. Da könnte ein Erfolg in der Halle einen willkommenen Motivationsschub bringen.
