(OK) Während die Damen des Hockey-Club Heidelberg die Oberliga fast nach Belieben beherrschen, müssen die Herren ihre Ambitionen zurückschrauben. Ein Punkt aus den zwei Spielen des Wochenendes war einfach zu wenig. Das 7:7 gegen den Mannheimer HC II und die 4:5-Niederlage in Freiburg, hat den Abstand zum verlustpunktfreien Bietigheimer THC hoffnungslos groß werden lassen. In beiden Spielen lag der HCH zwar zeitweise mit zwei Toren vorne, am Ende reichte es aber nicht zum Erfolg. Gegen den MHC ließen die Heidelberger am Samstag eine verhängnisvolle Zahl guter Chancen ungenutzt liegen, so dass den deutlich effizienteren Mannheimern am Ende die Punkteteilung gelang. Gestern führte der HCH in Freiburg zur Pause 3:1. Doch dann machte Freiburg massiv Druck und belohnte sich mit vier Treffern in Serie zum 5:3. Die letzten fünf Minuten spielte der HCH nach Herausnahme seines Torwarts in Überzahl, aber erst mit dem Schlusspfiff gelang der Anschlusstreffer – zu spät. Die Reaktion von Spielertrainer Leonard Teichmann: „Das verlorene Spiel in Bietigheim haben wir nicht verkraftet. Den Aufstieg können wir abschreiben.“ Die HCH-Torschützen beider Spiele: Florian Wiedemann (5), Leonard Teichmann, Niklas Krull (je 2), Rodney Müller und Benjamin Schäfer.
Den Damen reichte gegen die TSG Heilbronn eine durchschnittliche Leistung, um erneut hoch zu gewinnen. Der Tabellenletzte leistete beim 8:1 kaum Widerstand; so konnte Torfrau Gesa Harting ihre Klasse nur einmal zeigen, beim Ehrentor der Heilbronnerinnen war sie von ihren Verteidigerinnen im Stich gelassen. Wenn die Heidelbergerinnen nicht so viele Fehlpässe – vor allem in der ersten Halbzeit – gespielt hätten, wäre der Sieg sicher wieder zweistellig ausgefallen. Immerhin war er nie gefährdet. An der Torausbeute waren fünf Spielerinnen beteiligt, was auf die Qualität des ganzen Teams hinweist. Trainer Niklas Krull kann aus dem Vollen schöpfen; er hat für fast jede Position eine zweite gleich gute Akteurin. So zeigte er sich nach dem Spiel durchaus zufrieden: „Mein Team hat sich an die Marschroute gehalten und nichts zugelassen. Die HCH-Tore gingen aufs Konto von Lisa Gutfleisch (3), die inzwischen zur erfolgreichsten Torschützin der Liga avancierte, Carolin Dreizler (2), Leonie Metzke, Christina Mackel und Jette Wosimski.
