HC Heidelberg

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Start RNZ Damen verpassen Aufstieg im 7m-Schießen

Damen verpassen Aufstieg im 7m-Schießen

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Heidelberg. (OK) Als Deutschlands Fußballhelden gestern gerade 1:0 erzielten, verließen die Damen des Hockey-Club Heidelberg mit hängenden Köpfen das Spielfeld des Michi-Peter-Stadions. Denn sie hatten die große Chance, den ersehnten Aufstieg in die Regionalliga festzumachen, in einer dramatischen Hitzeschlacht gegen den TEC Darmstadt aus der Hand gegeben. 0:0 hatte es nach regulärer Spielzeit und fälliger Verlängerung gestanden.

Das Siebenmeterschießen musste entscheiden. Kathrin Walter eröffnete erfolgreich, Marleen Tentscher zog nach zum 1:1. Leonie Unkelbachs Schuss ging daneben. HCH-Torfrau Anne Scheel hielt Andrea Francis Schlenzer. Im nächsten Paar ging nach Christine Rupps Fehlschuss Darmstadt durch Daniela May in Führung. Nachdem Darmstadt-Torhüterin Petra Götz in der Folge zweimal gehalten hatte (gegen Vanessa Henn und Sarah Lassmann), nützte auch Anne Scheels erfolgreiche Parade gegen Ranja Schlotte nichts mehr.

Während der gespielten 85 Minuten waren die Heidelbergerinnen weitgehend das spielbestimmende Team, allerdings waren torreife Situationen an einer Hand abzuzählen. In den ersten zehn Minuten hatte zweimal Vanessa Henn den Führungstreffer auf dem Schläger, gleich nach der Pause schoss Pauline Friesecke knapp vorbei, mehrere Ecken wurden allzu harmlos ausgeführt. Darmstadt hatte deutlich weniger Chancen; allerdings musste Anne Scheel mehrfach für ihre etwas unsicher wirkende Abwehr retten. Die Verlängerung war bei deutlich über 30 Grad vertane Zeit. Beide Teams waren sichtbar am Ende ihrer Kräfte. Schade für die Heidelbergerinnen, die alles gegeben hatten und nichts gewonnen haben.

Bittere Erfahrungen auch für die HCH-Herren, die bereits am Samstag bei der HG Nürnberg zum letzten Saisonspiel antraten. Beim HCH fehlten sechs Stammspieler wegen Krankheit, Sperren und sonstiger Gründe. Die Heidelberger erwischten zwar einen sehr guten Start. Schon nach zwei Minuten schloss Johannes Boll einen Angriff zum 1:0 ab, den Max Peter eingeleitet hatte; Georg Nawroth gab dann den entscheidenden Pass. Damit war aber das Pulver verschossen. Die Nürnberger nahmen energisch das Heft in die Hand und trafen auch. Bis zur Pause stand es 3:1. Gleich danach folgten drei schnelle weitere Treffer. Das Endergebnis lautete 7:1. Dieser Kantersieg veränderte sogar noch das Tabellenbild entscheidend. Da der fast sicher als Aufsteiger in die 2. Bundesliga feststehende TSV Mannheim beim Tabellenvorletzten Wacker München nur 0:0 spielte, zogen die Nürnberger durch ihren Sieg mit den Mannheimern nach Punkten gleich. Und weil es ein Kantersieg wurde, reichte das Ergebnis sogar, um Mannheim auf Grund des Torverhältnisses zu überholen. Jetzt gibt es sowohl in Mannheim als auch vor allem beim HCH viele Wunden zu lecken.

 
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