Heidelberg. (OK) Der Hockey-Club Heidelberg hat nach dem Abstieg aus der 2. Hallenbundesliga nun auch den Verlust der Regionalliga Feld zu verkraften. Bis 2008 hatte der Traditionsclub noch in der 2. Bundesliga gespielt und ist nun viertklassig. Die Ursachen sind vielfältig. 2002 stellte der HCH noch das jüngste Team der 2. Liga, 2008 stieg man als ältestes ab. In den dazwischen liegenden Jahren hatte man es nicht geschafft – trotz einiger recht aussichtsreicher Gespräche –, sich mit Perspektivspielern zu verstärken, da aus der eigenen Nachwuchsarbeit nicht genügend nachkam. In früheren Jahren war es eine Ehre, für den HCH zu spielen, jetzt hat sich das Spitzenhockey der Region nach Westen verlagert, nach Frankenthal und Mannheim.
Stimmen aus dem HCH-Präsidium zeigen, das man sich nicht unterkriegen lässt. Michael Rochlitz: „Unser Abstieg war nach der völlig verkorksten Hinrunde unter Trainer Reimann abzusehen. Sein Nachfolger Johannes Thesen hat neuen Schwung ins Team gebracht und hätte beinahe das kleine Wunder geschafft. Trotz des Abstiegs werden wir den Kopf nicht hängen lassen. Der gesamte HCH und der HCH-Vorstand stehen hinter der Mannschaft. Wir werden weiter mit unserem sehr jungen Team arbeiten, um möglichst bald wieder den Aufstieg zu schaffen.“ Christine Rupp schaut optimistisch in die Zukunft: „Natürlich ist der Abstieg bitter für uns. Aber wir haben viele positive Signale von den Spielern bekommen. Der Teamgeist ist gut. Ich bin davon überzeugt, dass wir im Herbst mit nahezu unverändertem Kader hochmotiviert in die 2. Regionalliga starten.“ Julia Peter, Tochter des legendären Michi Peter, hatte gleich nach dem Spiel an wichtige Funktionsträger gesimst: „Mir ist zwar zum Heulen zumute, aber ein HCH lässt sich niemals unterkriegen.Unser junges Team wird den Wiederaufstieg schaffen.“